Ihre Beweispflicht bei der MPU!

Ihre Beweispflicht!

Welche Gewissheit über die zukünftige Zuverlässigkeit bei einer MPU muss bestehen?

Wie bereits erörtert, wird im Rahmen einer MPU geklärt werden müssen, ob Sie zukünftig im Straßenverkehr nochmals ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen werden oder ob eine ausreichende Gewissheit dafür besteht, dass dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein wird. Es geht bei einer MPU folglich nicht darum, die Vergangenheit mit Ihnen aufzuarbeiten. Es geht bei der MPU vielmehr um eine Zukunftsprognose, die der Psychologe stellen muss. Der Psychologe muss nach dem psychologischen Gespräch mit Ihnen folglich den sicheren Eindruck haben, dass Sie aus Ihrer Tat gelernt haben und dass in Zukunft keine begründeten Zweifel daran bestehen, dass Sie unter Alkoholeinfluss kein Fahrzeug mehr führen wollen. Anders als bei der früheren Rechtslage liegt die Beweispflicht hierfür jedoch auf Ihrer Seite. Eignungszweifel gehen nicht mehr zu Ihren Gunsten, sondern zu Ihren Lasten. Hat der Psychologe folglich noch Bedenken, ob Sie in Zukunft wieder ein Kraftfahrzeug unter Alkohol führen werden, so wird das MPU-Gutachten negativ ausfallen. Hat der MPU-Gutachter das Gefühl, Sie haben sich bereits in die richtige Richtung entwickelt, Ihr Verhalten jedoch noch nicht nachhaltig verinnerlicht, so wird er ggf. eine Nachschulung anregen.

Bei einem MPU-Gutachten gibt es folglich letztendlich drei Ergebnisse:

1. Sie sind geeignet, ein Kraftfahrzeug zu führen. Es bestehen keine Bedenken, dass Sie in Zukunft nochmals ein Kraftfahrzeug unter Alkohol führen werden.

2. Sie sind grundsätzlich geeignet, ein Kraftfahrzeug zu führen. Sie haben bereits gute Ansätze entwickelt, so dass davon ausgegangen werden kann, dass Sie in Zukunft den Konsum von Alkohol und die Teilnahme am Straßenverkehr trennen werden. Es bestehen jedoch noch geringe Restzweifel, die aber durch eine Nachschulung ausgeräumt werden können. In einem solchen Fall würde eine solche Nachschulung im Gutachten empfohlen werden. Nach Absolvierung der Nachschulung wird dann die uneingeschränkte Eignung vorliegen.

3. Sie sind ungeeignet, da der Gutachter nicht davon überzeugt ist, dass Sie in Zukunft nicht noch einmal ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen werden.

Unter diesen drei Möglichkeiten muss der Gutachter letztendlich seine Stellungnahme wählen. Ihre Chancen, ein positives Gutachten zu erhalten, werden Sie in diesem Vorbereitungskurs deutlich steigern.

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